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Die Fallen der Schweizerischen MWST Vergütung

Unvermeidbare Schattenseiten der MWST Vergütung

Für normale Unternehmen ist die MWST neutral. Zumindest, das ist was Gesetzgeber und Theoriebücher verkünden……

Unter Geltung der schweizerischen MWST sieht die Wirklichkeit anders aus. Ausländische Unternehmen die Waren oder Dienstleistungen in der Schweiz beziehen, und in diesem Zusammenhang vorschriftsgemäss MWST in Rechnung gestellt bekommen, werden nicht immer die bezahlte MWST rückerstattet bekommen wenn sie ein Entrag auf MWST Vergütung stellen. Nämlich, spezifische Regeln des schweizerischen MWST Systems sind nur für oder typischerweise für ausländische Unternehmen nachteilig.

Als Beispiele können erwähnt werden:

  • MWST in Tickets: Zettel von Registerkassen, Parktickets, Restaurantquittungen und ähnliche  Zettel die die Rechnungsvorschriften nicht erfüllen, geben im Rahmen der Regelung der MWST Vergütung an ausländische Unternehmen keinen Anspruch auf Rückerstattung. Dies steht im eklatanten Widerspruch mit den Regeln betreffend Vorsteuerabzug für steuerpflichtige Personen die für die MWST registriert sind, und denen es erlaubt ist die MWST rückzuholen bei Zetteln mit einem Totalpreis bis CHF 400 und wobei die Rechnungsvorschriften nicht erfüllt werden. 
  • Inlandleistungen: ausländische Unternehmen haben keinen Recht auf MWST Vergütung wenn sie während des Vergütungszeitraums Inlandleistungen erbracht haben, es sei denn diese Inlandleistungen fallen unter eine Kategorie des reverse-charge Verfahrens, die die Vergütung nicht blockt. Folglicherweise, ausländische Unternehmen wofür angenommen wird das sie nicht solche qualifizierte Leistungen erbringen würden keine andere Option haben als sich für Zwecke der schweizerischen MWST zu registrieren -wenn sie die Vorsteuern rückholen möchten. Jedoch, eine mögliche positive Differenz zwischen Vorsteuern und Ausgangssteuern wird oft durch die  Kosten einer MWST Registrierung zunichte gemacht. In der Schweiz angesiedelte Unternehmen haben diese zusätzlichen Kosten, die das Vorsteuerguthaben neutralisieren, nicht.
    Die Frage, ob ein Unternehmen Leistungen erbringt die der MWST unterliegen und am welchen Ort, wird gemäss der juristischen Systematik der MWST durch die Ausgangsleistungen des Unternehmens bestimmt. Jedoch, im Rahmen der Regelung der MWST Vergütung an ausländische Unternehmen basieren die schweizerische Behörden ihre Bewertung möglicher Inlandleistungen auf der Qualifizierung der Transaktionen die den Eingangsrechnungen unterliegen.
  • Teufelskreis: die schweizersiche Steuerverwaltung hat mehrere Transaktionsvorgänge in administrativen Praxisregeln erläutert. Solche Regeln werden von den schweizerischen Steuerbehörden als verbindliche Vorschriften angewendet. Häufig sind schweizerische Lieferanten mit diesen Vorschriften unbekannt, mit als Folge eine falsche MWST Behandlung (d.h. in Rechnungsstellung von MWST in Fällen wo dies nicht geschehen sollte) und deswegen eine Ablehnung des MWST Vergütungsantrags. Manchmal ist ein ausländisches Unternehmen in solchen Umständen nicht in der Lage die MWST direkt vom Lieferanten zurückzufordern, weil die Vorschriften betreffend die richtige MWST Behandlung nicht beachtet worden sind (da keine der Parteien sich von ihrer Anwendung bewusst war).
  • administrative Hindernisse: trotz der Tatsache, dass das ausländische Unternehmen ausdrücklich in dem MWST Vergütungsantrag erwähnt, dass die Kosten nicht weiterberechnet wurden, fordert die schweizerische Steuerverwaltung oft eine separate schriftliche Bestätigung vom ausländischen Unternehmen. Das gleiche gilt für Vergütung von MWST auf Aufwendungen in Verbindung mit Garantieverpflichtungen. Diese Art separater Bestätigungen fügt nichts hinzu; sie wiederholen nur was schon in dem MWST Antrag geschrieben worden ist.
  • schwankende Voraussetzungen:  manchmal verlangen die schweizerische Steuerbehörden zusätzlichen Nachweis, z.B. ein Jahresabschluss, Beweis partieller Berechtigung zum Vorsteuerabzug im eigenen Staat, Verträge, eine Konkordanzliste der Qualifizierungen nach dem Recht des eigenen Staates und nach dem schweizerischen MWST System, oder ähnliche Dokumente. Häufig verlangt die schweizerische Steuerverwaltung diese Dokumente in einer der offiziellen Sprachen der Schweiz, trotz der Tatsache dass diese Dokumente nur in englischer Sprache verfügbar sind oder normalerweise in englischer Version von der schweizerischen Steuerverwaltung angenommen werden.

 

 

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